Mit dem halben Herzen trauer ich noch jemandem hinterher, dem ich nie wirklich etwas bedeutet habe. Alles nur ein Spiel. Er hat gewonnen.
Mit dem Rest des Herzens suche ich verzweifelt nach jemandem, dem ich vertrauen kann. Vertrauen, sowieso das Kryptonit jedes Scheidungskinds. Wie ein kleiner Hund auf der Suche nach Liebe und Zuneigung, doch voller Angst sie auch zu finden.
Ich stehe zwischen zwei Stühlen: meiner Angst und meiner Sehnsucht.
Anstatt mich selbst zu motivieren, nehme ich auf der Angst platz und starre die Sehnsucht an.
Wenn ich es so recht überlege, ist die Angst vielleicht eher ein gemütlicher Sessel. Mir passiert nichts, ich wage nichts, ich kann nichts verlieren. "Wer nicht wagt, der hat schon verloren" heißt es. Doch wer das sagt, hat noch nie geliebt, riskiert und verloren.
Ich sitze hier in meinem Sessel und schaue. Schaue mein Freunde an, ihre Beziehungen, ihre Flirts, ihre ganze Energie. Ich schaue wie es in die Brüche geht, es beginnt und wie es hält.
Doch ich sitze hier ganz stumm und taub und teile meine Gedanken mit dem Internet.
"Ach, das liest doch eh kein Mensch" denk ich mir und tippe weiter.
Donnerstag, 11. Mai 2017
Vermissung
Noch häufig denke ich an dich,
deinen Blick bevor du mich küsst.
Ja, ich weiß ich sehne mich.
Ich will es mir nicht eingestehen,
dass mein Herz noch von dir spricht.
Obwohl mein Kopf es besser weiß,
komm ich nicht von dir los.
Du warst immer nur du selbst.
Doch was ich in dir sah,
war niemals wirklich da.
Deine Art berechnend,
deine Augen mit mir spielend.
Dein Mund mich belügend,
deine Wort niemals wahr.
Du wolltest mich.
Du hattest mich.
Du warst weg.
deinen Blick bevor du mich küsst.
Ja, ich weiß ich sehne mich.
Ich will es mir nicht eingestehen,
dass mein Herz noch von dir spricht.
Obwohl mein Kopf es besser weiß,
komm ich nicht von dir los.
Du warst immer nur du selbst.
Doch was ich in dir sah,
war niemals wirklich da.
Deine Art berechnend,
deine Augen mit mir spielend.
Dein Mund mich belügend,
deine Wort niemals wahr.
Du wolltest mich.
Du hattest mich.
Du warst weg.
Dienstag, 29. März 2016
Zweifel
Ich war so glücklich, hatte das Gefühl alles haben zu
können. Jeden. Doch dann kam der Selbstzweifel. Bin ich hübsch, lustig, schlau
genug? Und selbst wenn du all das in mir sehen könntest, kann ich es? Da ist
immer diese Stimme in meinem Kopf, die leise flüstert, wispert und mich nicht
zufrieden sein lässt. Ich hatte beschlossen nicht mehr so abhängig zu sein.
Mein Glücklichsein nur von mir abhängig zu machen. Jungs Jungs sein zu lassen.
Es nicht zu ernst zu nehmen. Dann kommt er. Ich hatte die ganze Zeit die
Überhand, die Kontrolle. Und jetzt schaut mich an, ich mache mich ganz verrückt
nur weil er mir nicht schreibt. Sich nicht meldet. Die Stimme sagt, selbst
schuld bist du. Hast es nicht anders verdient. Ich wünschte ich könnte naiver
sein, daran glauben, dass du nur viel zu tun hast. Aber das kann ich nicht. Die
Stimme flüstert, warum sollte er auch, du bist verkorst, langweilig, nicht
lustig, nicht mal interessant und sicher nicht schlau genug. Du denkst du
kannst alles, aber eigentlich kannst du nichts, wispert sie leise aber doch
unüberhörbar.
Warum kann ich nicht zufrieden sein, positiv? Dieser Hang
zur Melodramatik, muss der sein?
Warum tue ich mir selbst so leid, dass ist das aller
schlimmste. Bestimmt ist gar nichts. So toll ist er doch eigentlich gar nicht.
Aber immer gerade dann, wenn ich mir ein Herz gefasst habe, anfange mich zu
öffnen, genau dann passiert es immer wieder. Der Knacks wird tiefer, immer
schwieriger eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die anscheinend dazu verdammt
ist niemals fertig zu werden. Eine Brücke, die immer einbricht sobald man sich
überwindet einen Fuß darauf zu setzten. Und dann falle ich mit den Steinen in
die Tiefe. Ich falle und falle, versuche mich zu halten. Klettere aus den
Trümmern. Sie sagen, was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Aber
eigentlich macht es dich nur misstrauischer. Der Zweifel wächst, der Zweifel an
meiner eigenen Entscheidungsfähigkeit. Der Zweifel an mir.
Montag, 6. Oktober 2014
Liebe
Wie kann etwas so weh tun, obwohl man weiß, dass es richtig ist?
Wie viele Tränen können noch aus meinen Augen fließen?
Wieso fühlt sich diese Freiheit kein bisschen frei sondern nur schmerzhaft an?
Wie kann er mir gestern noch sagen, dass er mich liebt um jetzt nichts lieber zu wollen als mich zu verletzten?
Wieso ist er nicht hier, obwohl er weiß, dass ich weine? Vermisst er mich denn nicht?
Wie kann man jemanden so schnell verlieren?
Wann hört dieses Gefühl wieder auf?
Kann ich jemals wieder lachen?
Fragen, auf die ich keine Antwort habe und je mehr ich darüber nachdenke, desto trauriger werde ich. Traurig und müde. Also mache ich meine Augen zu und warte, warte auf den Schlaf.
Wie viele Tränen können noch aus meinen Augen fließen?
Wieso fühlt sich diese Freiheit kein bisschen frei sondern nur schmerzhaft an?
Wie kann er mir gestern noch sagen, dass er mich liebt um jetzt nichts lieber zu wollen als mich zu verletzten?
Wieso ist er nicht hier, obwohl er weiß, dass ich weine? Vermisst er mich denn nicht?
Wie kann man jemanden so schnell verlieren?
Wann hört dieses Gefühl wieder auf?
Kann ich jemals wieder lachen?
Fragen, auf die ich keine Antwort habe und je mehr ich darüber nachdenke, desto trauriger werde ich. Traurig und müde. Also mache ich meine Augen zu und warte, warte auf den Schlaf.
Montag, 22. September 2014
Nebel
Manchmal habe ich das Gefühl wie betäubt durchs Leben zu gehen. Alles um mich herum dumpf und weit weg. Nichts macht mich mehr glücklich, schlimmer noch ich fühle nicht mal Schmerz. Eigentlich war ich immer selbstbewusst und auch von mir selbst überzeugt, aber jetzt zweifle ich an allem. An meinen Haaren, an meinen Zähnen, an meiner Kleidung, an der Art wie ich lache oder spreche aber auch an dem was ich sage. Es ist als würde ich in einem Tunnel laufen, grade aus, immer weiter und weiter, doch wenn ich nach rechts oder links schaue, sehe ich nur verschwommene Umrisse in der Ferne. Mein Leben ist wie ein nebliger Novembertag an dem es weder gewittert noch die Sonne scheint und es hört einfach nicht auf. Ich habe das Gefühl als würden mich meine Freunde vergessen, sich nicht dafür interessieren wie es mir geht. Ich weiß nicht was ich im Leben erreichen will, ich habe kein Ziel vor Augen, das macht mir Angst. Nebel, überall. Dicker, weißer, schwerer Nebel. Er verfolgt mich auf jedem Schritt, den ich mache, bei jedem Atemzug spüre ich den Druck auf meiner Lunge.
Dienstag, 28. Januar 2014
Gesichtet: Der Klon
Ist euch schon mal aufgefallen, dass anscheinend in den letzten Jahren eine sonderbare Spezies unsere Welt übernommen hat?
Die Klone sind los…
Sie sind überall unter uns,
ihre Köpfe getarnt durch Carhartt -Mützen,
ihre Füße geschützt durch flauschige UGG- Boots,
ihr Haar lang und glatt gestriegelt gerade und unlebendig unter den Mützen hervorschauend.
Ihr Oberkörper verpackt in eine ärmellose Jacke mit einer Möwe auf der Brust.
Über ihrem rechten Arm hängend, die Longchamp und in der Hand die tödliche Waffe….das IPhone.
Es gibt kein Entkommen, schließt euch dem Widerstand an oder geht unter...
Sonntag, 26. Januar 2014
Jeder hat sein Päckchen..
Wir alle haben etwas, das uns belastet, sei es die Familie, die Beziehung
oder einfach das Gefühl, seine Träume nicht erreichen zu können.
Manchmal kommt alles zusammen, man sitzt im Auge des Sturms und selbst der kleinste Windhauch bringt unsere ganze Welt zum Beben…
unsere kleine Welt, geprägt von unwichtigen Dingen, die uns als lebensnotwendig vorkommen.
Die Wellen brechen über uns zusammen, reißen uns mit sich und tauchen uns unter.
Ab und zu schnappt man panisch nach Luft, bekommt aber gerade genug um nicht zu ertrinken…
bis man schließlich kraftlos am Strand liegen bleibt, den Kampf schon fast aufgegeben aber langsam wieder zu Kräften kommend
Der Schein trügt denn es wartet schon die nächste Welle darauf uns unterzutauchen..
oder einfach das Gefühl, seine Träume nicht erreichen zu können.
Manchmal kommt alles zusammen, man sitzt im Auge des Sturms und selbst der kleinste Windhauch bringt unsere ganze Welt zum Beben…
unsere kleine Welt, geprägt von unwichtigen Dingen, die uns als lebensnotwendig vorkommen.
Die Wellen brechen über uns zusammen, reißen uns mit sich und tauchen uns unter.
Ab und zu schnappt man panisch nach Luft, bekommt aber gerade genug um nicht zu ertrinken…
bis man schließlich kraftlos am Strand liegen bleibt, den Kampf schon fast aufgegeben aber langsam wieder zu Kräften kommend
Der Schein trügt denn es wartet schon die nächste Welle darauf uns unterzutauchen..
Abonnieren
Posts (Atom)