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Dienstag, 29. März 2016

Zweifel


Ich war so glücklich, hatte das Gefühl alles haben zu können. Jeden. Doch dann kam der Selbstzweifel. Bin ich hübsch, lustig, schlau genug? Und selbst wenn du all das in mir sehen könntest, kann ich es? Da ist immer diese Stimme in meinem Kopf, die leise flüstert, wispert und mich nicht zufrieden sein lässt. Ich hatte beschlossen nicht mehr so abhängig zu sein. Mein Glücklichsein nur von mir abhängig zu machen. Jungs Jungs sein zu lassen. Es nicht zu ernst zu nehmen. Dann kommt er. Ich hatte die ganze Zeit die Überhand, die Kontrolle. Und jetzt schaut mich an, ich mache mich ganz verrückt nur weil er mir nicht schreibt. Sich nicht meldet. Die Stimme sagt, selbst schuld bist du. Hast es nicht anders verdient. Ich wünschte ich könnte naiver sein, daran glauben, dass du nur viel zu tun hast. Aber das kann ich nicht. Die Stimme flüstert, warum sollte er auch, du bist verkorst, langweilig, nicht lustig, nicht mal interessant und sicher nicht schlau genug. Du denkst du kannst alles, aber eigentlich kannst du nichts, wispert sie leise aber doch unüberhörbar.
Warum kann ich nicht zufrieden sein, positiv? Dieser Hang zur Melodramatik, muss der sein?
Warum tue ich mir selbst so leid, dass ist das aller schlimmste. Bestimmt ist gar nichts. So toll ist er doch eigentlich gar nicht. Aber immer gerade dann, wenn ich mir ein Herz gefasst habe, anfange mich zu öffnen, genau dann passiert es immer wieder. Der Knacks wird tiefer, immer schwieriger eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die anscheinend dazu verdammt ist niemals fertig zu werden. Eine Brücke, die immer einbricht sobald man sich überwindet einen Fuß darauf zu setzten. Und dann falle ich mit den Steinen in die Tiefe. Ich falle und falle, versuche mich zu halten. Klettere aus den Trümmern. Sie sagen, was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Aber eigentlich macht es dich nur misstrauischer. Der Zweifel wächst, der Zweifel an meiner eigenen Entscheidungsfähigkeit. Der Zweifel an mir.

Montag, 6. Oktober 2014

Liebe

Wie kann etwas so weh tun, obwohl man weiß, dass es richtig ist?
Wie viele Tränen können noch aus meinen Augen fließen?
Wieso fühlt sich diese Freiheit kein bisschen frei sondern nur schmerzhaft an?
Wie kann er mir gestern noch sagen, dass er mich liebt um jetzt nichts lieber zu wollen als mich zu verletzten?
Wieso ist er nicht hier, obwohl er weiß, dass ich weine? Vermisst er mich denn nicht?
Wie kann man jemanden so schnell verlieren?
Wann hört dieses Gefühl wieder auf?
Kann ich jemals wieder lachen?
Fragen, auf die ich keine Antwort habe und je mehr ich darüber nachdenke, desto trauriger werde ich. Traurig und müde. Also mache ich meine Augen zu und warte, warte auf den Schlaf.

Montag, 22. September 2014

Nebel

Manchmal habe ich das Gefühl wie betäubt durchs Leben zu gehen. Alles um mich herum dumpf und weit weg. Nichts macht mich mehr glücklich, schlimmer noch ich fühle nicht mal Schmerz. Eigentlich war ich immer selbstbewusst und auch von mir selbst überzeugt, aber jetzt zweifle ich an allem. An meinen Haaren, an meinen Zähnen, an meiner Kleidung, an der Art wie ich lache oder spreche aber auch an dem was ich sage. Es ist als würde ich in einem Tunnel laufen, grade aus, immer weiter und weiter, doch wenn ich nach rechts oder links schaue, sehe ich nur verschwommene Umrisse in der Ferne. Mein Leben ist wie ein nebliger Novembertag an dem es weder gewittert noch die Sonne scheint und es hört einfach nicht auf. Ich habe das Gefühl als würden mich meine Freunde vergessen, sich nicht dafür interessieren wie es mir geht. Ich weiß nicht was ich im Leben erreichen will, ich habe kein Ziel vor Augen, das macht mir Angst. Nebel, überall. Dicker, weißer, schwerer Nebel. Er verfolgt mich auf jedem Schritt, den ich mache, bei jedem Atemzug spüre ich den Druck auf meiner Lunge.

Dienstag, 28. Januar 2014

Gesichtet: Der Klon

Ist euch schon mal aufgefallen, dass anscheinend in den letzten Jahren eine sonderbare Spezies unsere Welt übernommen hat?
Die Klone sind los…
Sie sind überall unter uns,
ihre Köpfe getarnt durch Carhartt -Mützen,
ihre Füße geschützt durch flauschige UGG- Boots,
ihr Haar lang und glatt gestriegelt gerade und unlebendig unter den Mützen hervorschauend.
Ihr Oberkörper verpackt in eine ärmellose Jacke mit einer Möwe auf der Brust.
Über ihrem rechten Arm hängend, die Longchamp und in der Hand die tödliche Waffe….das IPhone.
Es gibt kein Entkommen, schließt euch dem Widerstand an oder geht unter...

Sonntag, 26. Januar 2014

Jeder hat sein Päckchen..

Wir alle haben etwas, das uns belastet, sei es die Familie, die Beziehung
oder einfach das Gefühl, seine Träume nicht erreichen zu können.
Manchmal kommt alles zusammen, man sitzt im Auge des Sturms und selbst der kleinste Windhauch bringt unsere ganze Welt zum Beben…
unsere kleine Welt, geprägt von unwichtigen Dingen, die uns als lebensnotwendig vorkommen.
Die Wellen brechen über uns zusammen, reißen uns mit sich und tauchen uns unter.
Ab und zu schnappt man panisch nach Luft, bekommt aber gerade genug um nicht zu ertrinken…
bis man schließlich kraftlos am Strand liegen bleibt, den Kampf schon fast aufgegeben aber langsam wieder zu Kräften kommend
Der Schein trügt denn es wartet schon die nächste Welle darauf uns unterzutauchen..

Donnerstag, 26. September 2013

Die Sache mit der Liebe

Wann weiß man, dass man verliebt ist? Wann weiß man, dass er der richtige ist? Seit tausenden von Jahren beschäftigen sich die größten Denker und Dichter mit ihr....der Liebe.
Und wenn nicht mal diese hinter ihr Geheimnis gekommen sind, wie soll ich das dann bitte schaffen?

Was ist Liebe? Liebe ist dieses Gefühl, das du in deiner Magengrube hast, wenn er dich ansieht.
Wobei ich es ab und zu auch als Übelkeit bezeichnen würde...Liebe ist es glücklich zu sein.
Liebe ist es zu lächeln, wenn du an ihn denkst. Liebe ist mit ihm über alles zu lachen. Liebe ist Freude.
Doch manchmal merkt man erst, dass es Liebe war, wenn er weg ist. Man merkt es daran, dass das Herz schwer ist, die Tränen wegen den kleinsten Dingen fließen. Und wenn man das Gefühl hat in einem tiefen Loch zu sitzen und nie wieder heraus zu kommen. Liebe ist Kummer.
"Es ist was es ist" sagt die Liebe. (Erich Fried)
Oder in anderen Worten...

Das Wunder größtes ist die Liebe. ( Hoffman von Fallersleben)


Donnerstag, 19. September 2013

Freunde


Was sind eigentlich Freunde?
ahhh stimmt...das sind die Leute, die eigentlich immer für einen da sein sollen, richtig?
Aber was soll man sagen,
früher oder später wird einem klar, dass es die wenigsten jemals gewesen sind.
Ich hätte nie gedacht, dass eine Person, die einem mal so wichtig war, einem so fremd sein kann. Aber Freundschaften leben sich auseinander. Freunde verändern sich und werden zu Fremden. Fremden, denen man nichts mehr zu sagen hat. 
Es ist zu viel Vertrauen verloren gegangen um ihnen ins Gesicht zu sehn und alles zu sagen was man denkt. Ich dachte immer diese Freundschaft würde die größten Entfernungen und die schlimmsten Zeiten überstehen, denn wir haben schon so vieles zusammen erlebt, aber die Distanz ist geblieben auch wenn du jetzt wieder neben mir stehst.
Alles was passiert ist steht zwischen einem und es fühlt sich an, als hätte man nie etwas gehabt dass einen verbindet, es herrscht diese eisige Kälte. Personen, Freunde die man geliebt hat, werden zu Menschen die man mal gekannt hat. Ich frage mich ob du mich überhaupt noch siehst. Du hörst mir nicht zu und ich sehe einen neuen Fremden Menschen in dir.

Alte Zeiten zu vermissen, ist nicht falsch, sich alte Zeiten zurück zu wünschen, auch nicht.
Vielleicht ist das Falsche einfach nur in den alten Zeiten zu versinken und sich in ihnen zu verlieren.  Sich zu verschließen vor neuen Zeiten, neuen Freunden und einem neuen Anfang.
Zu Bereuen ist richig, zu Verzeihen ist richtig. Aber man kann nicht immer vergessen.
Aber wenn man sich verschließt und in seiner Trauer um die verlorene Freundschaft versinkt, verpasst man womöglich den Zeitpunkt neu anzufangen.
Aber ich werde neu anfangen.